IMBOLC - RITUALFEIER FÜR FRAUEN!

Ritualfeier 2. Februar 2018

Imbolc ist das nordische, keltische Mitwinterfest. Der Name leitet sich von dem gälischen Wort "oimelc" ab, welches "Muttermilch" genauer "Mutterschafmilch" bedeutet. Von der christlichen Kirche wurde es zu Mariä Lichtmess umgedeutet. Es ist ein Mondfest und gemäss dem christlichen Glauben sind die geweihten Kerzen im Jahr, wo Mariä Lichtmess auf einen Sonntag fällt, besonders wertvoll.

Alles beginnt langsam und leise sich auf die betriebsame, arbeitsreiche Zeit vorzubereiten. Es beginnt die Zeit des "Schwangergehens" mit neuen Ideen, Wünschen, Plänen etc., die jedoch noch nicht spruchreif sind, sondern erst in Ruhe reifen müssen. Ebenso in der Natur, der Frühling und damit die fruchtbare Jahreszeit beginnt und kündigt sich an durch die ersten Vorboten wie Schneeglöckchen und Krokusse, sowie die ersten Lämmer welche geboren werde bzw. im Mutterleib wachsen. Alles, was nun zu früh nach "Aussen" drängt, muss sich mit den letzten Frösten und bevorstehenden Frühjahrsstürmen auseinandersetzen, die Zeit des Stillhalten, letzten Wartens hat begonnen.

Die Lichtjungrau BRIGID

In diesem neuen Licht erscheint die Göttin als die schöne Lichtjungfrau Brigid - "die vom Strahlenkranz umgebene" - und löst damit die dunkle, schwarze Göttin ab, die als Percht, Cerridwen oder auch Morrigane den Winter beherrschte.

Mit ihr steigen die Elementarwesen und Fruchtbarkeitsgeister aus der Erde, allen voran der Bär! Der Dickpelz, noch recht steif und schlaftrunken, steckt an diesem Tag, angeblich zum ersten Mal, seine Nase aus der Höhle, um zu sehen, wie weit der Frühling schon gediehen ist. Der Bär, kein anderer als der wiedergeborene, noch verhüllte jugendliche, wilde Sonnengott.

Altes Lichtmess-Brauchtum

  • Das Neuentfachen des jungen Lichtes und die Lichtweihe am Lichtmesstag sind in ganz Europa noch im Brauchtum verankert.
  • Die katholische Kirche hat daraus in der Kirche die Kerzenweihe gemacht als kleines Überbleibsel des geweihten jungfräulichen Lichtes: "Maria Lichtmess".
  • In der Steiermark trägt man das geweihte Lichtmessfeuer von Haus zu Haus und entzündet die Herdfeuer damit.
  • Es ist Brauch, die brennenden Kerzen durch das ganze Haus und die Ställe zu tragen, um den Segen überall weiterzugeben.
  • In Kärnten tropft man drei Tropfen Wachs auf ein Brot als Schutz für ein Jahr. Das Brot wird dann aufgehoben.
  • Es ist ein lichtvolles Fest und wir können damit zur Heilung von uns und Mutter Erde beitragen.